Call for Papers 2025

(Version 2:)

Weiter bauen? Wie machen Sie das?

Der grüne Wandel treibt Innovation und Investitionen in saubere Technologien an. Eine engagierte Nachhaltigkeitstransformation bietet Chancen für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit.

Wenn Sie mit einem oder mehreren der hier aufgezählten Entwicklungsthemen in ihren Forschungsprojekten oder Planungen oder Bauprojekten gute und vor allem neue Erfahrungen gemacht haben, erzählen Sie uns davon: Reichen Sie für einen Vortrag bei BauZ! 2025 ein!

1. Zirkuläres Bauen

Zuerst: die materielle und konstruktive Ebene der Errichtung von Bauwerken …

a. … mit gebrauchtem, funktionsgeprüftem Material oder Bauteilen
b. … im Hinblick auf spätere Wiederverwendbarkeit des (neuen) Materials und Eignung der Konstruktion für Rückbau
c. … im Sinne von Eignung der Konstruktion für zukünftigen Um- und Weiterbau
d. … im Sinne von Nutzungsoffenheit (längere Nutzbarkeit,  Nutzungsänderung: den Kreislauf verlangsamen)


2. Innenräume, Fenster, Außenhaut, Gebäudetechnik

Sodann: weitere Fokussierung auf das Gebäude in seinen Funktionen und im Betrieb

a. Raumhöhen und Luftvolumina
b. Raumwärme gewinnen, bewahren, speichern
c. Räume temperieren und lüften
d. Natürliche Belichtung und solare Energieeinträge, Blend- und Überwärmungsschutz
e. Mit anderen gemeinsam und separat für sich: Akustik und Schallschutz
f. Warmwasser bereitstellen
g. Abwärme rückgewinnen
h. Die Außenhaut der Gebäude: Wind, Wasser, Begrünung, Tiere, Nature Based Solutions, Energie gewinnen

Förderliche Rahmenbedingungen für 1. und 2.

Wurde Ihr Projekt gefördert durch

a. Digitalisierung und KI: Datenbanken für Baustoffe und Bauteile, neu und gebraucht, Logistik, Planungshilfen wie BIM, Vorfertigung?
b. Legistische und normative Regulation?
c. Ausnahmen von legistischer oder normativer Regulation: „Sandboxes“?
d. Vergabe- und Beauftragungsverfahren, die Kooperation statt Claim Management fördern?


3. Kooperation im Quartier

Haben Sie mit Ihrem Projekt an Kooperationen im Quartier teilgenommen?

a. Energiegemeinschaften: Energieaustausch zwischen Gebäuden mit unterschiedlichen Nutzungsprofilen, gemeinsam genutzte Speicher?
b. Verkehr. Das Quartier gemeinsam ent-MIV-en, neue Mobilität, neue Transportmittel?
c. öffentlicher oder privater, gemeinsam genutzter Frei- und Grünraum: partizipativ planen, pflegen, nutzen? 

4. Sanieren und Umnutzen

a. Den Altbestand durch Umnutzen erhalten
b. Den Altbestand durch Sanieren verbessern
c. Der Altbestand, die Umbauten und Zubauten bereichern sich gegenseitig. (Die Umgangsformen alter und neuer Gebäudeteile miteinander; transdisziplinäre Außensichten auf Bauprojekte, künstlerische Perspektiven, …)
d. Serielle Sanierung für serielle Altbauten. Vorher Umbaupotential prüfen.
e. Rückbau und Schrumpfung
f. Entsiegeln und neue Versiegelung vermeiden


Förderliche Rahmenbedingungen für 4.

Wurde Ihr Projekt gefördert durch

a. Ortskernerneuerung, partizipative Verfahren?
b. ein Konzept aus einem Städtebaulichen Wettbewerb?
c. Sanierung des öffentlichen Raumes, Verkehrsplanung, Bodenentsiegelung, Begrünung, Verbesserung der Aufenthaltsqualität?
d. Stadtklimaanalysen?
e. Denkmalschutz und anderen Bestandesschutz?
f. modifiziertes Baurecht für Sanierungen – gibt es schon Beispiele?
g. verfügbar gemachten Leerstand?

5. Partizipative Eigentumsformen

Warum? Weil Bauen für vermuteten Bedarf nicht dasselbe ist, wie Bauen für gemeinsam artikulierten Bedarf. Weil gesetzlich durchsetzbare Interessen von Wohnungsnachbarn nicht dasselbe sind, wie ein gemeinsam gefundener Interessenausgleich.

a. Baugruppen, gestern – heute – morgen
b. Wohnbaugenossenschaften als Sanierer ihres Eigenbestandes
c. Wohnbaugenossenschaften als Sanierer neu erworbener Altbauten
d. Sollten Wohnungseigentümer:innen nachträglich gemeinsame Eigentumsformen anstreben? Was können z.B. Genossenschaften als Rechtsform leisten?
e. weitere neue Rechtsformen für Investitionen – schon probiert?
f. Impact Investing, orientiert an den ESG-Zielen – geht das auch partizipativ?

*****************************************************************************************

(Version 1:)

Weiter bauen. Hier ist das Werkzeug!

Hier kommen wir her: 2023: „Weniger. Aber mehr draus machen!“ 2024 „Schon umgestellt! Komponenten, Bauwerke, Quartiere.“ …

Nun 2025: „Weiter Bauen. Hier ist das Werkzeug!“ Wenn Sie mit einem oder mehreren dieser Werkzeuge in ihren Forschungsprojekten oder Planungen oder Bauprojekten gute und vor allem neue Erfahrungen gemacht haben, erzählen Sie uns davon: Reichen Sie für einen Vortrag bei BauZ! 2025 ein!

1. Zirkuläres Bauen

Zuerst: die materielle und konstruktive Ebene der Errichtung von Bauwerken …

  1. … mit gebrauchtem, funktionsgeprüftem Material
  2. … im Hinblick auf spätere Wiederverwendbarkeit des (neuen) Materials und Eignung der Konstruktion für Rückbau
  3. … im Sinne von Eignung der Konstruktion für zukünftigen Um- und Weiterbau
  4. … im Sinne von Nutzungsoffenheit (längere Nutzbarkeit: den Kreislauf verlangsamen)

2. Innenräume, Fenster, Gebäudedienstleistungen

Sodann: weitere Fokussierung auf das Gebäude im Betrieb

  1. Raumhöhen und Luftvolumina
  2. Raumwärme gewinnen, bewahren, speichern
  3. Räume temperieren und lüften
  4. Sonnenlicht und Schatten: Belichtung, Blend- und Überwärmungsschutz
  5. Mit anderen gemeinsam und separat für sich: Akustik und Schallschutz
  6. Warmwasser bereitstellen
  7. Wärme rückgewinnen
  8. Energie, Strom, gewinnen, teilen, speichern

3. Die Außenhaut der Gebäude, der Raum zwischen ihnen

Die Ebene des Gebäudes wird noch nicht verlassen, aber transzendiert.

  1. Wind
  2. Wasser
  3. Pflanzen
  4. Tiere
  5. Menschen
  6. Energiegewinnung

4. Kooperation im Quartier

Und wen treffen wir dort, im Transzendenten, an? Den Mitmenschen als Kooperationspartner:in!

  1. Energieaustausch zwischen Gebäuden mit unterschiedlichen Nutzungsprofilen
  2. gemeinsam genutzte Speicher
  3. Verkehr. Das Quartier gemeinsam ent-MIV-en, neue Mobilität, neue Transportmittel.
  4. öffentlicher oder privater, gemeinsam genutzter Frei- und Grünraum: gemeinsam planen, pflegen, nutzen? 

5. Donut → Krapfen, Torten

Die Flughöhe wird erhöht, in den Blick geraten Ortsentwicklung, Städtebau …

  1. Die süße Mitte der Ortschaft
  2. Das süße Leben in Erdgeschoßzonen und Dachgeschoßzonen städtischer Siedlungen
  3. Das neue Leben auf ehemaligen Verkehrsflächen und Gewerbeflächen

6. Sanieren und Umnutzen

… wieder gelandet, ist überall viel zu tun.

  1. Den Altbestand durch Sanieren verbessern
  2. Der Altbestand bereichert Umbauten und Zubauten. (Die Umgangsformen alter und neuer Gebäudeteile miteinander.)
  3. Serielle Sanierung für serielle Altbauten. Vorher Umbaupotential prüfen.

7. Bodenverbrauch und Wohnraumbedarf. Was tun?

Ein Zielkonflikt! Bodenverbrauch verlangsamen, gut, aber auch verbrauchten Boden zurückgewinnen? Bedarf an Wohnraum decken: durch Wohnbau? Durch Wiedergewinnung untergenutzten und nicht genutzten Wohnraums?

  1. Flächenbedarf pro Person wieder senken? Aber wie?
  2. Leerstand verfügbar machen? Aber wie?
  3. Verdichten? Aber wo?
  4. Hochhaussiedlungen? Aber, ernsthaft? Anders gesagt: 
  5. Welche Gesellschaft wollen wir – und welche Architektur gibt dem Ausdruck?
  6. EU Renaturierungsverordnung: 20 % der Flächen renaturieren? OK, dann auch 20 % der versiegelten Flächen entsiegeln? Wäre das ein Deal?

8. Partizipative Eigentumsformen

Warum? Weil Bauen für vermuteten Bedarf nicht dasselbe ist, wie Bauen für gemeinsam artikulierten Bedarf. Weil gesetzlich durchsetzbare Interessen von Wohnungsnachbarn nicht dasselbe sind, wie ein gemeinsam gefundener Interessenausgleich.

  1. Baugruppen, gestern – heute – morgen
  2. Was können Genossenschaften als Rechtsform leisten?
  3. Wohnbaugenossenschaften als Sanierer ihres Eigenbestandes
  4. Wohnbaugenossenschaften als Sanierer neu erworbener Altbauten. (Nicht möglich? Und soll das so bleiben?)
  5. Sollten Wohnungseigentümer:innen nachträglich gemeinsame Eigentumsformen anstreben?