Call for Papers 2027

Neuer als Neu! Freude am Sanieren und Weiterbauen im Bestand.

Warum Freude?

  • Das defizitorientierte Denken in Sanierungsbedarfen und Sanierungsquoten ist eine Motivations- und damit eine Investitionsbremse. Denn „Nicht-mehr-schlecht“ ist nicht „Gut“!
  • Nicht der Sanierungsbedarf, sondern die ermöglichte neue Nutzung macht Freude und bringt das Projekt voran!
  • Ein Bestandesbau ist grüner und, als Ausgangspunkt einer Planung, interessanter als die Grüne Wiese.

1. Annäherung: Das Gemeinsame

  • Die Freude am Bauen und Sanieren wächst mit den zusätzlichen, initiierten Qualitäten des öffentlichen Raums im Umfeld.
  • Investitionen ins Gemeinsame: öffentliche Grünräume, Energiegemeinschaften, Anergienetze, Geothermie, gemeinschaftlich genutzte Räume, …
  • … ziehen Entwicklungen im verbesserten, weiteren Umfeld nach sich, die sich nun lohnen könnten: Arbeitsplätze und Angebote, wie Handel, Gastronomie, Dienstleistungen, Gewerbe, Schulen, Kitas, und verbesserter öffentlicher Verkehr.
  • Wer bildet das Gemeinsame? Die Projektentwickler, ein paar Anwohner:innen, einige Institutionen, die Gemeinde, ein gemeinsames Umfeld, ein gemeinsames Anliegen, eine effiziente Struktur der Zusammenarbeit, faire Verträge. Los geht’s.
  • Im Wohnbau machen die rechtlichen und menschlichen Beziehungen der beteiligten gegenwärtigen oder zukünftigen Bewohner:innen, Eigentümer:innen und Planer:innen einen Unterschied, der uns interessiert.

2. Zoom auf die Gebäudehülle

  • Die Dächer: Unter PV-Paneelen: kühlende Begrünung, Regenwasserretention, Aufenthaltsqualitäten, Energiegewinnung.
  • Die Fassaden: für PV vorsehen, evt. von außen heizen und dämmen, öffnen, gliedern, außen Sonnenschutz vorsehen … auf einen verbesserten Außenraum hinaussehen lassen.
  • Das Bestandsgebäude entkernen, aufstocken, durch Zubau ergänzen, besser natürlich belichten, für vielfache mögliche Nutzungen – nicht nur die aktuell geplante – vorbereiten und einrichten.
  • Gerne wieder bei BauZ! 27: Weiterbauen im industriellen Bestand. Entwicklung von Gewerbegebieten als Lebensraum, gerne auch wieder mit Gewerbe.

3. Zoom auf den Gebäudebetrieb

  • Einfache Gebäudetechnik! Die Intelligenz in die Gebäudegeometrie und -materialität und die Architektur verlegen!
  • Wie sehen Gebäude aus, die die Handlungsfähigkeit für selbst wählbaren thermischen Komfort sowohl gewähren, als auch benötigen?
  • Konvektiv aktivierte Bestands-Heizkörper oder andere Ideen, die den Übergang für gründliche Sanierung erleichtern. Intelligente Provisorien!

4. Zoom auf Baustoffe und Konstruktionen: Kreislaufwirtschaft

  • Bestandesbauten durch weitgehende Weiterverwendung im Kreislauf halten.
  • Lösbare Verbindungen, Wiederverwendung von Baustoffen und Bauteilen.
  • Logistik der Wiederverwendung. Kaum ausgebaut – schon wieder eingebaut! Planen mit bald verfügbaren Altbeständen!
  • Kreislauffähige Baustoffe wählen, wie Lehm, biogene Dämmstoffe, …
  • Konstruktionen mit ökologisch optimierter Materialverwendung.