Neuer als Neu! Freude am Sanieren und Weiterbauen im Bestand.
Warum Freude?
- Das defizitorientierte Denken in Sanierungsbedarfen und Sanierungsquoten ist eine Motivations- und damit eine Investitionsbremse. Denn „Nicht-mehr-schlecht“ ist nicht „Gut“!
- Nicht der Sanierungsbedarf, sondern die ermöglichte neue Nutzung macht Freude und bringt das Projekt voran!
- Ein Bestandesbau ist grüner und, als Ausgangspunkt einer Planung, interessanter als die Grüne Wiese.
1. Annäherung: Das Gemeinsame
- Die Freude am Bauen und Sanieren wächst mit den zusätzlichen, initiierten Qualitäten des öffentlichen Raums im Umfeld.
- Investitionen ins Gemeinsame: öffentliche Grünräume, Energiegemeinschaften, Anergienetze, Geothermie, gemeinschaftlich genutzte Räume, …
- … ziehen Entwicklungen im verbesserten, weiteren Umfeld nach sich, die sich nun lohnen könnten: Arbeitsplätze und Angebote, wie Handel, Gastronomie, Dienstleistungen, Gewerbe, Schulen, Kitas, und verbesserter öffentlicher Verkehr.
- Wer bildet das Gemeinsame? Die Projektentwickler, ein paar Anwohner:innen, einige Institutionen, die Gemeinde, ein gemeinsames Umfeld, ein gemeinsames Anliegen, eine effiziente Struktur der Zusammenarbeit, faire Verträge. Los geht’s.
- Im Wohnbau machen die rechtlichen und menschlichen Beziehungen der beteiligten gegenwärtigen oder zukünftigen Bewohner:innen, Eigentümer:innen und Planer:innen einen Unterschied, der uns interessiert.
2. Zoom auf die Gebäudehülle
- Die Dächer: Unter PV-Paneelen: kühlende Begrünung, Regenwasserretention, Aufenthaltsqualitäten, Energiegewinnung.
- Die Fassaden: für PV vorsehen, evt. von außen heizen und dämmen, öffnen, gliedern, außen Sonnenschutz vorsehen … auf einen verbesserten Außenraum hinaussehen lassen.
- Das Bestandsgebäude entkernen, aufstocken, durch Zubau ergänzen, besser natürlich belichten, für vielfache mögliche Nutzungen – nicht nur die aktuell geplante – vorbereiten und einrichten.
- Gerne wieder bei BauZ! 27: Weiterbauen im industriellen Bestand. Entwicklung von Gewerbegebieten als Lebensraum, gerne auch wieder mit Gewerbe.
3. Zoom auf den Gebäudebetrieb
- Einfache Gebäudetechnik! Die Intelligenz in die Gebäudegeometrie und -materialität und die Architektur verlegen!
- Wie sehen Gebäude aus, die die Handlungsfähigkeit für selbst wählbaren thermischen Komfort sowohl gewähren, als auch benötigen?
- Konvektiv aktivierte Bestands-Heizkörper oder andere Ideen, die den Übergang für gründliche Sanierung erleichtern. Intelligente Provisorien!
4. Zoom auf Baustoffe und Konstruktionen: Kreislaufwirtschaft
- Bestandesbauten durch weitgehende Weiterverwendung im Kreislauf halten.
- Lösbare Verbindungen, Wiederverwendung von Baustoffen und Bauteilen.
- Logistik der Wiederverwendung. Kaum ausgebaut – schon wieder eingebaut! Planen mit bald verfügbaren Altbeständen!
- Kreislauffähige Baustoffe wählen, wie Lehm, biogene Dämmstoffe, …
- Konstruktionen mit ökologisch optimierter Materialverwendung.


















